Endlich fertig?

Nun ist es schon eine Woche her, seit einer Woche hat der ganze Spuk ein Ende.

Keine Unterrichtsbesuche mehr, keine Entwürfe schreiben, keine Hospitationen. Der Druck ist weg.

Und dennoch ist es weniger erleichternd, als ich gedacht habe. Da ist einfach nur eine wahnsinnig große Müdigkeit. Die ersten Tage ging ich einfach vor 21 Uhr ins Bett, ich bin zufrieden, aber nicht euphorisch. Glücklich, aber nicht ausgelassen. Das könnte natürlich auch an der Krankheit liegen. So ein Schub hebt die Laune nicht gerade. Und da das Examen nun hinter mir liegt, muss ich mich nun auch ernsthaft mit dieser Krankheit auseinandersetzen. Cortisonbehandlung, um den aktuellen Schub zu unterbrechen. Arztbesuche, um einen guten Neurologen zu finden. Über eine Langzeitbehandlung nachdenken. 

Die Examenszeit war ätzend, nervraubend und unglaublich anstrengend. Aber ich musste nicht über Dinge nachdenken, über die ich eigentlich nicht nachdenken will. Weil sie schwer zu ertragen sind. Weil ich sie nicht kontrollieren kann. Weil ich erst lernen muss, sie auszuhalten.

Nach dem Examen fängt ein neues Leben an. Wie es wird, wird sich zeigen…

Frei

Sonniger Morgen

Die Sonne drängelt sich an der Gardine vorbei aufs Bett. Der Kater liegt neben mir und schnurrt laut, vom Liebsten blieb ein Becher Kaffee und der Gedanke an den Abschiedskuss.

Wenn wir uns heute Abend wieder sehen, ist wieder ein Tag vorbei. Wenn dieser Tag vorüber ist, steht das Examen noch eher bevor. Heute in einer Woche werde ich schon auf dem Weg in die Schule sein. Aufgeregt, ob die Stunden, die ich geplant habe, funktionieren werden. Nervös, ob ich die Frage zum Schulrecht beantworten kann. Gespannt, wie das Prüfungsgespräch laufen wird.

Morgen in einer Woche ist es so weit. Und am Nachmittag werde ich frei sein!